Glass with Soy Milk and Seeds on wooden background

Soja – eine vegane Alternative zu Whey?

Bei der Suche nach einer veganen Alternative zu herkömmlichem Whey stoßen viele Sportler auf das Soja Protein. Doch stellt sich die Frage ob Soja wirklich als gleichwertiges Protein angesehen werden kann?

Eigenschaften von Soja

Zunächst bringt Soja diverse positive Eigenschaften, wie beispielsweise die Senkung des Cholesterin spiegels mit sich. Es steht jedoch auch immer häufiger, aufgrund der enthaltenen Isoflavone, im Verruf. Diese weisen eine schwache östrogene Wirkung auf und können somit den Testosteronspiegel senken.

Gerade in der Bodybuilding Szene werden allerdings gehäuft Soja Isolate verwendet, bei denen aufgrund der Herstellung keine Isoflavone, bzw Phytoöstrogene mehr enthalten sind und somit keine nachteilige Wirkung auf den Muskelaufbau zu erwarten ist.

Aminosäureprofil

Ein weiterer entscheidender Punkt ist ebenso das Aminosäureprofil. Zunächst ist festzuhalten, dass Soja diesbezüglich als Alternative angesehen werden kann, da es über ein gutes Aminosäureprofil verfügt. Sowohl der enthaltene Glutamin-, Arginin-, als auch BCAA-Gehalt sind als relativ hoch einzustufen. Dabei liegt der Glutamin- und Arginingehalt im Sojaprotein sogar noch über dem im Whey.

Aminosäurezusammensetzung in g pro 100 g Protein

Aminosäure Molkenprotein (Whey) Sojaprotein
Glutamin 19,1 20
Arginin 2,3 7,1
Valin 6,8 4,3
Leucin 11,1 7,1
Isoleucin 6,8 4,4
Methionin 2,6 0,6
Essentielle Aminosäuren gesamt 55,5 31,7

Nachteile von Soja

Dennoch weist das Aminosäureprofil bei genauerer Betrachtung eine Schwachstelle auf, denn die essentielle  Aminosäure Methionin ist nur sehr mangelnd enthalten. Vergleicht man das mit Whey fällt auf, dass dieses dreimal mehr Methionin enthält. Daher wird eine zusätzliche Aufnahme des Whey-Proteins empfohlen, um einem Methionin Mangel entgegenzuwirken. Insgesamt zeigt sich bei Soja ein geringerer Gehalt an essentiellen Aminosäuren verglichen mit Whey, was zu einen höheren Bedarf pro kg Körpergewicht führt.

Schlussfolgerung

Letztendlich gilt Soja als eine gute vegane Alternative zum Whey, es ist jedoch darauf zu achten, dass es sich möglichst um ein Isolat handelt, um nachteilige Effekte auszuschließen. Als Kompromiss zu einem reinen Soja Protein, wäre eine Soja-Whey-Mischung anzuraten, da somit sowohl der hohe Glutamin- und Arginingehalt des Sojas als auch der insgesamt reichliche BCAA Gehalt des Wheys voll ausgeschöpft werden kann.

2 Kommentare
    • Paul Russ sagte:

      Der Cholesteringehalt bewegt sich im üblichen Rahmen von Eis. Unser Eis besteht aus den Zutaten, die auf der Homepage zu finden sind. Whey ist dabei in einem niedrigen 2-stelligen Prozentsatz zu finden. Der Cholesterinwert der Nahrung spielt nachweislich keine entscheidende Rolle für den körpereigenen Cholesterinwert. Der körpereigene Cholesterinwert wiederrum ist kein guter Marker für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Einfach gesagt: für normale Menschen ist es nicht sinnvoll diesen Wert in der Nahrung zu messen/beachten. Für alle anderen sind die Zutaten detailliert aufgeführt 🙂

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